Kai Wegner bleiben nur noch Floskeln

Außerdem: AfD-Chef Tino Chrupalla auf China-Reise

Heldin des Tages: Jessica von Bredow-Werndl

Jessica von Bredow-Werndl auf Diallo 3

Sie ist Deutschlands viermalige Olympiasiegerin im Dressurreiten: Jessica von Bredow-Werndl. Jetzt hat sie ein Schicksalsschlag ereilt, der ihre Triumphe vorübergehend in den Hintergrund stellt: Sie hat auf tragische Weise ihren elfjährigen Wallach Diallo verloren – quasi über Nacht. Er war ihre Zukunftshoffnung für die WM in Aachen im August.

„Noch am Wochenende haben wir gemeinsam getanzt, es hat sich alles so leicht angefühlt“, schreibt die Reiterin bei Instagram. „Und dann kam diese Krankheit wie ein Sturm, lautlos, gnadenlos und unaufhaltsam, hat sich in Stunden durch deinen Körper gefressen und mir das Herz aus der Brust gerissen.“

Als wahrscheinliche Todesursache gilt der Bornavirus, wie von Bredow-Werndl erklärte (eine Gehirn- und Rückenmarksentzündung bei Pferden, die meist tödlich verläuft). Die 39-Jährige weiter: „Du hast gekämpft. Wir mussten dich gehen lassen mit gebrochenem Herzen, weil deins nicht mehr konnte.“ Diallo galt als sportlicher Nachfolger der Stute Dalera, mit der von Bredow-Werndl unter anderem vier olympische Goldmedaillen gewonnen hat.

Wer in Trauer so über ein Tier spricht, den darf man eine Heldin nennen, eine Heldin der Tierliebe wie Jessica von Bredow-Werndl.

Kai Wegner bleiben nur noch Floskeln

Zu den beiden schlimmsten Floskeln im politischen Tagesgeschäft gehören die Beteuerung, man arbeite an einer Sache „mit Hochdruck“, und die Rückversicherung, es sei eben alles „hochkomplex“.

Kai Wegner, der als Berlins Regierender Bürgermeister mit dem Rücken zur Wand steht wie sonst kein Ministerpräsident, kann sich nur noch in Floskeln flüchten.

Das Medienecho ist verheerend, die Bürger verlieren die Geduld, die Betroffenen sind empört. Nach dem linksterroristischen Anschlag auf das Stromnetz findet Wegner keine Klarheit im Handeln, keine Klarheit im Reden.

In dieser Lage sagt Wegner, was Politiker sagen, denen die Dinge gerade entgleiten. Ob bei Pressekonferenzen oder im Podcast „Table Today“: „Die Krisenstäbe laufen auf Hochtouren“, es sei aber „ein hochkomplexer Vorgang“. Man arbeite mit Hochdruck.

Seine „oberste Priorität“ – auch das eine schlimme Floskel, denn das Prioritäre ist immer das Oberste – sei es nun, die Stromversorgung „schnellstmöglich wieder hinzubekommen“. In Berlin bedeutet „schnellstmöglich“, dass sechs Tage nach dem Anschlag der Strom wieder überall fließen soll. Wir werden sehen, ob das in der Hauptstadt des „BER“-Langzeitbauprojekts und der jahrzehntelangen Renovierungsarbeiten in Museen klappen wird.

Konkret war dem Bürgermeister noch zu entnehmen, er habe am Tag des Anschlags viel „telefoniert“, sich „erkundigt“ und „informieren lassen“. Alle Maßnahmen seien „schnell“ angelaufen: „Wir haben Krisenstäbe, die gut funktioniert haben. Wir haben sehr schnell Notunterkünfte bereitgestellt. Die Krisenstäbe in den einzelnen Häusern haben gut funktioniert.“ Zahlreiche Betroffene sehen das anders und sind wütend.

Wegner richtet es sich in seiner eigenen Welt ein – in einer Welt, in der er rechtzeitig das Richtige getan habe. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Der CDU-Mann hat sich durch sein Versagen nach dem linksterroristischen Anschlag für jedes Amt mit Verantwortung disqualifiziert.

Die Floskeln sollen Rettungsinseln sein auf hoher politischer See; doch in Wahrheit sind sie Senkblei, das Wegner weiter in die Tiefe zieht.

AfD-Chef Tino Chrupalla auf China-Reise

Mangelnden Mut kann man AfD-Chef Tino Chrupalla nicht vorwerfen. Gleich zu Beginn des neuen Jahres reist der Parteichef gemeinsam mit dem Neubrandenburger (MV) Abgeordneten Enrico Komning nach Peking und Hongkong, um wirtschaftliche und politische Kontakte zu knüpfen, wie die Berliner Zeitung berichtet.

Sich als politische Neulinge ausgerechnet die Chinapolitik als eines der vermintesten Felder zur Profilierung auszusuchen, grenzt an Größenwahn. Zumindest besteht erhöhte Tollpatsch-Gefahr.

Das Bestreben der AfD, sich außenpolitisch zu profilieren ist in jüngster Zeit unübersehbar und grundsätzlich auch völlig legitim. Ob es besonders klug und strategisch weitsichtig ist, sich angesichts der vielfach vorgeworfenen Russland-Nähe nun auf das glatte diplomatische Parkett einer weiteren Diktatur zu begeben, die sich zudem auch noch unumwunden als Welt-Hegemonialmacht versteht, wird in den Zirkeln der AfD sicher lebhaft diskutiert werden.

Chrupalla wird sich vermutlich nicht mit diplomatischen Seiltänzen wie Treffen mit Dissidenten oder „Ansprechen“ von Menschenrechten aufhalten. Und doch wäre es gut, einen Gedanken daran zu verwenden, wie Peking mit Oppositionsparteien wie der AfD umgehen würde. Innenpolitisch gewinnen können Chrupalla und die AfD mit den Bildern dieser Reise kaum. Der Empfang von SPD-Chef Lars Klingbeil im „Dialog“ mit der KP Chinas unlängst war auch kein Ruhmesblatt, und die Freundlichkeiten in Peking als außenpolitischen Erfolg zu verkaufen, wäre auch albern. Damit haben sich schon andere blamiert.

Als politische Verbündete wie etwa die Republikaner in den USA taugen die chinesischen Kommunisten gleich gar nicht. Mit anderen Worten: Beim Praxis-Lehrgang Weltpolitik kann man Chrupalla und seiner Begleitung nur Glück wünschen und darf auf die konkreten Ergebnisse gespannt sein.

Die Klima-RAF ist da und die CDU finanziert ihr Sympathisanten-Milieu

Auch in Anbetracht der verheerenden Auswirkungen des Brandanschlag-Terrors möchte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU seine Prämierung des Unrast Verlags mit 50.000 Euro Steuergeld nicht infrage stellen.

Man muss es leider so klar sagen: Die CDU ist längst kein Bollwerk mehr gegen den Linksextremismus. Im Gegenteil, die CDU ist unterwandert und zerfressen von gewaltbereitem Gedankengut und fördert es auch noch mit unserem Steuergeld.

Schon vor über drei Jahren warnte der heutige Innenminister Alexander Dobrindt vor einer Klima-RAF. Empört widersprach ihm der CDU-Mann und damalige Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang. Haldenwang sagte wörtlich: „Wenn ich diese Bemerkung von Herrn Dobrindt höre, kann ich nur sagen, aus meiner fachlichen Perspektive: Ich nenne das Nonsens.“ Später kandidierte Haldenwang als CDU-Kandidat für den Bundestag.

Er war sogar froh und dankbar, dass es den radikalen Klima-Aktivismus gab. Heute steht im Bekennerschreiben des Anschlags von Berlin: „In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört. Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht. Sie verbrennen einfach. Freiheit für alle Antifas, Klimaaktivist:innen und all die anderen Widerspenstigen“. Die Terroristen von Berlin fordern Freiheit für verurteilte Klimaaktivisten. Es ist genau die Klima-RAF entstanden, die der Verfassungsschutz-Chef „Nonsens” nannte.

Der großartige Ulf Poschardt schreibt dazu in der Welt:

„Wenn der Linksextremismus und seine kulturellen Vorbereiter und Brandbeschleuniger in den Medien, im Kulturbetrieb und den Universitäten nicht bald auf echten Widerstand treffen und die nach Linksaußen offene NGO-Struktur jegliche staatliche Förderung verliert, droht den Deutschen am Ende der Zwanzigerjahre jede Menge extremistischer Gewalt – besonders von links.“

Die Klima-RAF ist da, auch der mörderische Terror der Roten Armee Fraktion begann mit Brandanschlägen – und die CDU finanziert und fördert ihr Sympathisanten-Milieu.

NIUS Live: Das Schweigen des Kanzlers zum Linksterror von Berlin

Der Tag beginnt mit NIUS: Heute begrüßen wir NIUS-Reporter Julius Böhm und Ex-ZDF-Moderator Wolfgang Herles zum Talk mit Moderator Alexander Kissler live im NIUS Studio.

Sie können die Sendung ab 6 Uhr live auf YouTube sehen und im NIUS Radio hören. Sollten Sie die Folge verpassen, können Sie sie sich auch nachträglich in unserer NIUS Mediathek ansehen – wann immer Sie mögen.

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