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80 Prozent der Syrer zurück? Die Widersprüche zwischen Kanzler Merz und al-Scharaa
Außerdem: Wir müssen uns an 0 Prozent Wachstum gewöhnen.

Ab 6:00 Uhr bei NIUS Live: Die Wahrheit über Migration und Krankenkasse
Der Tag beginnt mit NIUS: Heute begrüßen wir den Ökonomen Stefan Kooths, NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt und NIUS-Politikchef Ralf Schuler zum Talk mit Moderator Norbert Dobeleit live im NIUS Studio.
Und darüber spricht Deutschland heute:
Wir müssen uns an Null-Prozent-Wachsum gewöhnen
80 Prozent der Syrer sollen zurück: Die Widerspräche zwischen Kanzler Merz und dem syrischen Machthaber al-Scharaa
Mord-Freispruch für Polizisten-Killer Ahmed G.
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Held des Tages: Der Buckelwal „Finn“
Es ist leider eine traurige Heldengeschichte, die wohl nur eine kleine Chance hat, glücklich auszugehen. Seit Tagen beschäftigt der Buckelwal, den Experten vor Ort „Finn“ nennen, die Öffentlichkeit. „Beschäftigen“ ist ein zahmes Wort für das, was Millionen beim Überlebenskampf des Tieres empfunden haben. Rund um die Uhr wurde er nicht nur beobachtet, sondern von Seenotrettern begleitet, von der Wasserschutzpolizei umsorgt. Bagger versuchten die Erde unter dem Wal wegzuschaufeln, damit er sich befreien konnte. In der Lübecker Bucht gelang es, vor Wismar ist er wieder im flachen Gewässer aufgelaufen. Die Möglichkeiten einer Rettung sind gering, die Wahrscheinlichkeit, dass „Finn“ stirbt, ist leider näher gerückt. Was bleibt: Selten hat ein Tier die Menschen so berührt wie dieser Buckelwal in wenigen Tagen. Es zeigt, dass unsere Herzen nicht verhärtet sind. Vielleicht zeigt es auch, dass wir im Umgang mit der Natur manchmal zu menschlich denken. Manche sagten, der Wal sei gekommen, um zu sterben. Wir wissen es nicht. Vielleicht schafft dieser Held der Meere es ja doch noch. Wir sollten ihn in Ruhe lassen.

Hubig und der Fall Fernandes: Wie das Justizministerium lügt und Journalisten einschüchtert

Das Justizministerium hat im Fall Ulmen/Fernandes gelogen. Das belegt ein Video vom Social-Media-Auftritt des Ministeriums. Hintergrund ist die Frage, ob sich Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) bei ihrer Gesetzes-Initiative gegen „digitale Gewalt“ auf die Schauspielerin Collien Fernandes bezogen hat, die ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vorgeworfen hatte, über gefälschte Online-Konten unter ihrem Namen pornografisches Material und sogenannte Deepfakes verbreitet zu haben.
Pauline Voss hat das Vorgehen des Ministeriums rekonstruiert. Lesen Sie hier rein.
Zum ersten Mal sind Aprilscherze von normalen Politiker-Aussagen nicht mehr zu unterscheiden
Der Aprilscherz ist tot – wie die politische Satire. Seit das, was man in den Nachrichten oder aus den Parteien hört, an Irrsinn kaum noch zu überbieten ist, fällt es Spöttern schwer, das alles noch irgendwie zu überzeichnen. Schon morgen kommt jemand mit einer noch verrückteren Äußerung um die Ecke.
Zum dritten Mal nacheinander an der WM gescheitert: Armes Italien, arme Fußball-Welt
Es war das Land der unbegrenzten Fußball-Möglichkeiten – in den 70er bis 90er Jahren war Italien der Nabel der Fußball-Welt. Die italienische Serie A dominierte den europäischen Fußball. Die besten Torhüter waren Italiener: Walter Zenga, der junge Gigi Buffon. Von 1993 bis 1998 stand immer eine italienische Mannschaft im Champions-League-Finale. Inter Mailand mit Lothar Matthäus, Andreas Brehme, Jürgen Klinsmann. In Rom wirbelten Rudi Völler, Icke „Häßler“ und Kalle Riedle. Die Erinnerung macht nostalgisch – besonders angesichts des Ausscheidens der Squadra Azzurra im K.O.-Spiel gegen Bosnien & Herzegwonia.
Merz’ Aussage zu Rückkehr von 80 Prozent der Syrer: Was der Kanzler ausspricht, ist zwar unrealistisch, aber eine Selbstverständlichkeit
Wieder mal hat Friedrich Merz für Aufregung gesorgt, wobei es unklar ist, ob er richtig lag und sich etwas zu artikulieren traute, was auf der Hand liegt – oder ob es sich mal wieder um einen „unforced error“ handelt, wie man ihn aus Merz’ Kanzlerschaft schon kennt und der regelmäßig Empörung im linken Lager auslöst. Dabei ist die Forderung, die in Deutschland aufgenommenen Syrer wieder in ihre Heimat zu schicken, sinnvoll. Diese Aussage taugt nicht für Entrüstung.

Politik schmerzt: Wie die deutsche Politik immer wieder auf offener Bühne versagt

Politik schmerzt. Wenn auf offener Bühne milliardenteurer Unsinn beschlossen wird, gegen den einfache Logik nicht ankommt, weil sich die entscheidenden politischen Akteure einig sind, ist es immer wieder besonders hart, die Herrschaft von Dummheit zu akzeptieren. Und die Schübe der Schmerz-Schocks werden immer schneller und tiefer.



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